Der neue Goldstandard

Wessling, im Februar 2010. Das Rework-System Expert-10.6XL ist MARTINs Flaggschiff wenn es um das Löten und Entlöten von großformatigen Leiterplatten geht. Das Besondere: Durch die im Gerät integrierte Heißluft-Technologie können ab sofort auch Gold- und Keramik-Boards mit der erforderlichen Präzision bearbeitet werden.

Die neue Technologie arbeitet mit einem IR-Strahler, der durch sanfte Heißluftströmung unterstützt wird. Dadurch wird eine homogene Temperaturverteilung von ± 7°@190°C erreicht, die bei Boards mit einer Größe bis zu 500 x 600mm² einen schonenden Reparaturvorgang ermöglicht. Ein Clou dabei ist, dass die Konvektionsströmung lediglich unterstützend wirkt: Der Anwender wird mit wesentlich weniger heißer Luft angeblasen, als es bei reinen Heißluftsystemen der Fall wäre. Dennoch lassen sich strahlungswärmereflektierende Leiterplatten (Keramik, Kupfer blank, Gold beschichtet) auf dem System zuverlässig bearbeiten. Die Heizraten liegen immerhin bei 2°K/s.

Das A und O: Die Fixierung
Die geringe mechanische Stabilität von großflächigen Boards bei seitlicher Einspannung ist für alle Bearbeitungsprozesse ein großes Problem. MARTINs Techniker haben mit der Entwicklung von Flex-Support das Problem gelöst. Die Baugruppe wird zwischen PCB und Hybridheizung installiert und unterstützt mit 10 Metallstiften die zu bearbeitende Leiterplatte. Ist der Flex-Support entspannt, drückt jeder Metallstift von unten leicht gegen das Board. Durch Drehen am Feststellknopf werden die Stifte gespannt. Die Position wird arretiert, jegliche Unterseitentopografie wird berücksichtigt. Die Funktionsweise ist denkbar einfach, sehr benutzerfreundlich und äußerst beliebt, da sich das PCB beim Rework-Prozess nicht mehr nach unten durchbiegen kann und sicherer fixiert ist.
Kompakt verpacktEbenso wurde das System im Hinblick auf Kompaktheit verbessert. So sind beispielsweise alle Kabel in Kanälen geführt und das Interface-Panel ist an der Rückseite wie gewohnt übersichtlich gestaltet. Der neue Rework-Arbeitsplatz verfügt über dieselbe Auto-Vision-Placer (AVP)-Technologie, mit der bereits etliche Systeme der 9.6er-Serie erfolgreich arbeiten . Vorhandene MARTIN-Werkzeuge können selbstverständlich im neuen System eingesetzt bzw. weiter verwendet werden, da alle Aufnahmen dem Martin-Werkzeugstandard entsprechen. Über einen USB-Port kann das Gerät an die Rework-Software Easy-Solder-05 angeschlossen werden.

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